MESA / TeSE

Die Methoden TeSE a MESA ermöglichen es auch in Fällen, in denen wiederholt eine Azoospermie festgestellt wird und sich im Ejakulat keine Spermien befinden, wenn es unmöglich ist, Spermien zu gewinnen (Aspermie) oder wenn es zu keiner Ejakulation kommt, eigene Spermien zur Befruchtung zu verwenden. Dabei handelt es sich um einen mikrochirurgischen Eingriff, bei dem der Urologe die Spermien operativ direkt aus der Flüssigkeit der Nebenhoden oder dem Hodengewebe gewinnt. Der operative Eingriff erfolgt unter Vollnarkose und dauert ca. eine Stunde. Ein Teil der Spermien wird gewöhnlich sofort zur Befruchtung der Eizellen verwendet, die verbleibenden Spermien empfehlen wir jeweils immer zu einer ev. späteren Verwendung zu kryokonservieren, sollten weitere IVF-Zyklen notwendig werden. Da es sich hierbei um wertvolle Spermien handelt – sie werden doch in nur sehr beschränkter Anzahl und zudem unreif, mit geringer Beweglichkeit gewonnen – wird zur Befruchtung strikt die Methode ICSI angewendet.

MESA – Mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration

 Bei diesem mikrochirurgischen Eingriff wird mithilfe einer Hohlnadel (Kanüle) Flüssigkeit aus den Kanälchen der Nebenhoden entnommen, in denen die Spermien reifen. Diese Flüssigkeit kann reife Spermien enthalten. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Vollnarkose. Mithilfe eines 3 cm langen Einschnitts am Hodensack gewinnt der Chirurg Zugang zum Nebenhoden und saugt Flüssigkeit aus dessen Kanälchen ab.

TeSE – Testikuläre Spermienextraktion

Der mikrochirurgische Eingriff erfolgt unter Vollnarkose durch offenen Zugang mittels eines ca. 3 cm langen Einschnitts am Hodensack, anschl. werden aus winzigen Einschnitten an der Hodenoberfläche geringe Gewebeproben entnommen. Aus diesem Gewebe werden dann im Labor Spermien auspräpariert.

 Der Erfolg der Spermiengewinnung liegt bei 60-80 % – in Abhängigkeit von der Ursache der Azoospermie.